Gastrointestinale Onkologie

Unsere onkologische Expertise liegt in der Diagnostik, Therapie, Behandlung von Komplikationen und Nachsorge von Tumoren des Verdauungstraktes, der Bauchspeicheldrüse, des Gallenwegsystems und der Leber. Einen besonderen Stellenwert hat zudem die Behandlung von neuroendokrinen Tumoren und die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einem genetischen Risiko für Tumorerkrankungen.

Über die Interdisziplinäre Tumorambulanz (ITA) (1. UG Aufgang A) erfolgen Anfragen (Zweitmeinungen), Erstkontakte, Verlaufskontrollen und Nachsorgen. Ambulanztage finden mehrfach pro Woche statt und werden teils in Spezialsprechstunden (für Leberzelltumore, für neuroendokrine Tumore, für genetisch bedingte Tumorerkrankungen) aufgeteilt. Terminvereinbarungen erfolgen über Tel.: +49 89 4140 6622 oder über eine Anfrage per E-Mail: ambulanz.cccm@mri.tum.de. Häufig können Termine innerhalb weniger Tage angeboten werden.

Die System-/Chemotherapien erfolgen nach Vorstellung und Diskussion in der interdisziplinären Tumorkonferenz über die Zentrale interdisziplinäre Tagesklinik (ZIC). Diese befindet sich im 1. OG Aufgang U. In der ZIC stehen neben der eigentlichen ambulanten Systemtherapie zusätzliche therapiebegleitenden Angebote zur Verfügung (Ernährungsmedizin, Psychoonkologie). Termine für die ZIC werden mit der Vorstellung in der ITA vergeben.

Neben den empfohlenen Standardtherapien versuchen wir Patientinnen und Patienten in zur Verfügung stehenden Therapiestudien zu behandeln. Da es sich bei den Studien um ein sehr dynamisches Therapiefeld handelt, werden Studienoptionen vor allem in der ITA geprüft und diskutiert (> aktuell laufende Studien).

Bei Auftreten von Komplikationen unter Therapie steht zu den normalen Arbeitszeiten das Team der Tagesklinik ZIC für Beratung und Therapieempfehlung zur Seite, außerhalb der Arbeitszeiten steht die Notaufnahme (24/7) zur Verfügung. Bei Notwendigkeit einer stationären Aufnahme werden Patientinnen und Patienten auf einer unserer Stationen aufgenommen und behandelt.
 
 

Weitere Informationen
Behandlungskonzept

Die ambulante Betreuung umfasst die Erstdiagnose und die dafür nötigen Staging-Untersuchungen, die Tumortherapien (neoadjuvant, adjuvant oder palliativ), deren Indikationsstellung sowie die begleitenden Untersuchungen im Verlauf der Therapie und ausgewählte Untersuchungen in der Nachsorge. Zentrales Anliegen dabei ist die ganzheitliche onkologische Betreuung.

Neben Chemotherapien, Laborkontrollen, Portspülungen, Punktionen (z.B. Aszites, Pleura), Bluttransfusionen und Organisation von weiterführenden diagnostisch notwendigen Maßnahmen (z.B. endoskopische Untersuchungen, Röntgendiagnostik) werden konsiliarische Untersuchungen anderer Fachgebiete durchgeführt. Für ein optimales  Behandlungskonzept stehen wir im ständigen Kontakt mit Radiologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten und Psychologen. Patientinnen und Patienten mit weit fortgeschrittenen Erkrankungen werden palliativmedizinisch behandelt, rein supportive Therapien zur Symptomkontrolle (u.a. Schmerztherapie) werden eingeleitet und Überleitung in häusliche Betreuung durch die am Klinikum angestellten Brückenpflegekräfte oder auf Wunsch Vermittlung auf eine Palliativ-Station oder in ein Hospiz wird organisiert.

Als vielfach genutzten Patientenservice bietet die Tagesklinik ein Beratungsangebot für Patientinnen und Patienten und Angehörige mit auswärts gestellter Tumordiagnose und dem Wunsch nach einer Zweitmeinung (second opinion) an. Ferner beraten die Ärzte/Ärztinnen der Tagesklinik Patientinnen und Patienten und Angehörige mit erhöhtem Tumorrisiko, führen Programme zur Tumorprävention und Nachsorge durch und arbeiten mit der Psychoonkologie der Klinik zusammen. 

Klinische Studien

Informationen über unsere aktuellen klinischen Studien erhalten Sie auf der Seite für die Studien Gastrointestinale Onkologie.